Das Regattateam war am ersten Tag der SSL European Qualifiers darauf bedacht, das Programm möglichst früh zu starten, da für den späten Nachmittag starker Regen und mögliche Gewitter vorhergesagt waren. Doch bei lediglich zwei Knoten Wind auf dem Neuenburgersee musste der erste Start zunächst verschoben werden.
Glücklicherweise verbesserten sich die Bedingungen nach rund 20 Minuten. Die leistungsstarken SSL47-Yachten mit ihren 22 Meter hohen Rigs können selbst bei den leichtesten Brisen ausreichend Fahrt aufnehmen.
Beim ersten Start gingen die drei Teams Seite an Seite über die Linie, wobei alle gemeinsam sieben Sekunden zu spät starteten. Die Austrian Eagles erwischten den besten Beginn und setzten sich zunächst an die Spitze. In den leichten Windbedingungen war es entscheidend, die Windfelder optimal zu verbinden, Manöver auf ein Minimum zu reduzieren und die Bootsgeschwindigkeit konstant hoch zu halten.
Auf dem letzten Kreuzkurs lag Österreich bei der ersten Begegnung der Boote knapp in Führung. Die Austrian Eagles wendeten direkt vor Estland und zwangen die Konkurrenz zurück auf die rechte Seite des Kurses. Dadurch erreichten sie die Luvtonne als Erste. Auf dem anschließenden Vorwindkurs entschieden sich die Österreicher jedoch für eine frühe Halse. Estland konnte dadurch bis zur Layline weiterfahren und traf diese perfekt. Im Ziel hatte das estnische Team schließlich hauchdünn die Nase vorn.
Der Kapitän der Austrian Eagles und Olympiamedaillengewinner, Thomas Zajac, sagte über das Duell:
„Es war unglaublich spannend! Wir haben versucht, uns so gut wie möglich auf uns selbst zu konzentrieren, mussten aber gleichzeitig die anderen Boote im Auge behalten. Das enge Racing hat großen Spaß gemacht – langweilig wurde es definitiv keine Sekunde!“
Nach einer rund einstündigen Unterbrechung, als der Wind vollständig einschlief, entschied die Wettfahrtleitung, die Gruppen auf dem Wasser zu wechseln, um möglichst jedem Team noch eine Wettfahrt zu ermöglichen. Kurz darauf öffnete der Himmel jedoch seine Schleusen, und aufgrund von Gewittern in unmittelbarer Nähe sah sich der Wettfahrtleiter gezwungen, das Signal AP über A zu setzen und die Rennen für den restlichen Tag abzusagen.